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Asbestdachsanierung (Berliner Welle) gemäß TRGS 519 Schutzmaßnahmen
Asbestsanierung in Lünen: 1500 m² Berliner Welle sicher entfernt
Bei der Sanierung von Mehrfamilienhäusern in Lünen haben wir rund 1500 m² asbesthaltige Dacheindeckung rückgebaut. Solche Großprojekte erfordern strikte Sicherheitsvorgaben, um sowohl die Bewohner als auch die Umwelt effektiv zu schützen.
Schutz durch TRGS 519 und 521
Der Fokus bei diesem Projekt lag auf der Demontage der Berliner Welle. Da diese Platten Asbest enthalten, erfolgte der Rückbau streng nach den Vorgaben der TRGS 519. Parallel dazu haben wir die alte KMF-Dämmung nach TRGS 521 entfernt. Infolgedessen behandelten wir beide Stoffe mit höchster Sorgfalt, da sie offiziell als krebserzeugend eingestuft werden.
Sicherer Ablauf und Arbeitsschutz
Unser Team arbeitet ausschließlich in zertifizierter Schutzausrüstung (PSA). Wie auf den Bildern zu sehen ist, tragen die Mitarbeiter dabei stets Schutzanzüge und Atemmasken. Wir heben die asbesthaltigen Platten grundsätzlich einzeln und bruchfrei vom Dachstuhl. Gleichzeitig verhindern spezielle Bindemittel und Industriesauger konsequent, dass gefährlicher Staub aufwirbelt.
Entsorgung und direkter Verschluss
Für den anfallenden Abfall nutzen wir ausschließlich zugelassene Asbest-Big-Bags. Diese werden direkt auf dem Gerüst sicher verschlossen. Ein entscheidender Vorteil für die Anwohner: Wir arbeiten eng mit einem erfahrenen Dachdecker zusammen. Sobald ein Abschnitt saniert ist, wird das Dach daher sofort wieder verschlossen. Diese Kooperation garantiert eine zügige Abwicklung sowie maximale Sicherheit.
Ob Berliner Welle oder KMF-Entsorgung – wir sorgen für eine Schadstoff freie Zukunft Ihrer Immobilie.
Häufig gestellte Fragen zur Schadstoffsanierung (FAQ)
Die „Berliner Welle“ ist eine spezifische Form von Wellplatten aus Faserzement, die vor allem in den 1960er bis 1980er Jahren extrem populär für die Eindeckung von Dächern und Fassaden war. Ihr Name leitet sich vom Hersteller, den Berliner Asbest-Zement-Werken, ab. Charakteristisch ist das handliche Format (ca. 62,5 x 92 cm) mit fünf Wellen pro Platte. Da sie kleiner und leichter zu verlegen waren als die großen „Eternit-Platten“, wurden sie massenhaft auf Garagen, Schuppen, Gartenlauben und Wohnhäusern verbaut.
Die Gefahr der Berliner Welle liegt in ihrem Material: Bis zum Verbot im Jahr 1993 enthielten diese Platten einen hohen Anteil an Asbestfasern (meist Chrysotil). Solange die Platten fest verbaut und unbeschädigt sind, sind die Fasern gebunden. Doch über die Jahrzehnte werden die Platten durch Witterung spröde und verwittert. Das Problem:
Faserfreisetzung: Bei mechanischer Belastung, Bruch oder auch nur durch starke Verwitterung werden mikroskopisch kleine Asbestfasern freigesetzt.
Gesundheitsrisiko: Diese Fasern sind lungengängig. Einmal eingeatmet, können sie schwere Krankheiten wie Asbestose oder Lungenkrebs auslösen, oft erst Jahrzehnte nach dem Kontakt.
Rechtliche Folgen: Wegen dieser Gefahr ist die Bearbeitung (Schleifen, Bohren, Hochdruckreinigen) streng verboten und der Rückbau darf nur unter hohen Sicherheitsauflagen erfolgen.
Die Berliner Welle zeichnet sich durch ein spezifisches Wellenprofil aus, das oft auf Gartenlauben, Garagen oder älteren Industriebauten zu finden ist. Da eine rein optische Unterscheidung zwischen asbestfreien und asbesthaltigen Faserzementplatten für Laien kaum möglich ist, sollte bei Gebäuden mit Erstellungsdatum vor 1993 grundsätzlich eine Materialprobe entnommen werden. Wir übernehmen für Sie die fachgerechte Probenahme und Analyse im Labor, um absolute Gewissheit zu schaffen.
Ein klares Nein. Das Reinigen mit Hochdruckreinigern oder das Abbürsten von asbesthaltigen Platten ist streng verboten, da dabei enorme Mengen an gefährlichen Fasern freigesetzt werden. Auch eine Überdeckung oder Beschichtung ist nach den geltenden Gefahrstoffverordnungen (TRGS 519) nicht zulässig. Die einzige dauerhafte und rechtssichere Lösung ist der fachgerechte Rückbau und die Entsorgung durch einen zertifizierten Fachbetrieb wie die Firma Senft.