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Rückbau von Weichasbest in Viersen
Großprojekt Viersen: 1.200 m² Weichasbest-Sanierung unter Höchstauflagen
Wenn es um den Rückbau von schwachgebundenem Asbest (Spritzasbest) geht, gibt es keine Kompromisse. Bei unserem jüngsten Bauvorhaben in Viersen standen wir vor der Aufgabe, umfangreiche Arbeiten an Wänden, Decken und Unterzügen durchzuführen. Da es sich hierbei nicht um Kleinstmaßnahmen handelte, griff die TRGS 519 (Absatz 14.1-3) – eine Ausführungsform, die höchste Anforderungen an Technik und Personal stellt.
Höchste Sicherheitsstandards: TRGS 519 und das Vier-Kammer-System
Die Sanierung von Weichasbest erfordert eine Zulassung als Fachfirma nach Anlage 3. Um eine absolute Faserfreiheit außerhalb des Sanierungsbereichs zu garantieren, wurde ein aufwendiges Schutzsystem installiert. Herzstück der Baustelle war die Einhausung (Schwarzbereich) mit einer exakt geregelten Luftführung.
Dabei kamen folgende technische Komponenten zum Einsatz:
Vier-Kammerschleusen: Für den sicheren Ein- und Ausschleusevorgang des Personals.
Materialschleusen: Zur sicheren Ausschleusung der verpackten Schadstoffe.
Hochleistungs-Unterdruckanlagen: Diese wurden präzise auf das Volumen des Sanierungsbereiches abgestimmt.
Messschreiber: Zur lückenlosen Überwachung und Dokumentation des Unterdrucks über den gesamten Zeitraum.
Logistik im Wohngebiet: Sicherheit für die Nachbarschaft
Da sich das Objekt in einem Wohngebiet mit unmittelbarer Nachbarbebauung befand, war die Sensibilität besonders hoch. In enger Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung haben wir ein individuelles Entsorgungskonzept entwickelt. Ziel war es, die Belastung für die Anwohner auf Null zu reduzieren und gleichzeitig einen reibungslosen Abtransport der asbesthaltigen Stoffe zu gewährleisten. Trotz der logistischen Herausforderungen konnten wir den Zeitplan auf den Tag genau einhalten.
Professionelle Schadstoffsanierung in NRW und darüber hinaus
Dieses Projekt in Viersen ist nur eines von vielen. Wir führen Schadstoffsanierungen täglich nicht nur in Nordrhein-Westfalen, sondern auch in den angrenzenden Bundesländern Hessen und Niedersachsen aus. Nach Abschluss der Arbeiten und der vorgeschriebenen Freimessung konnte das Gebäude in Viersen termingerecht und schadstofffrei an den Kunden übergeben werden.
Weichasbest (z. B. Spritzasbest) hat einen sehr hohen Asbestanteil und ist nur schwach gebunden. Dadurch können sich Fasern schon bei leichten Erschütterungen lösen. Die Anforderungen der TRGS 519 sind hier deutlich strenger als bei fest gebundenen Produkten wie Asbestzement (Eternit).
Die Unterdruckanlage sorgt dafür, dass die Luft im Sanierungsbereich ständig gefiltert wird und kein Staub nach außen dringen kann. Sollte ein Leck in der Einhausung entstehen, wird durch den Unterdruck Luft von außen nach innen gesaugt, anstatt dass Schadstoffe nach außen gelangen.
Nach der Sanierung findet eine sogenannte Freimessung durch ein unabhängiges Labor statt. Erst wenn die Luftmessung bestätigt, dass die Konzentration unter den gesetzlichen Grenzwerten liegt, darf der Bereich wieder ohne Schutzausrüstung betreten werden.
Ja, für Arbeiten an schwach gebundenem Asbest ist eine Zulassung der Fachfirma nach Anlage 3 der TRGS 519 zwingend erforderlich. Dies garantiert, dass das Unternehmen über das notwendige Fachpersonal und die spezialisierte Ausrüstung verfügt.